Eröffnung
«Entangled Events»

26. August 2022, 18 Uhr

Roman Selim Khereddine, Falling Man/ Hooded Man, 2021, Ausstellungsansicht, Haus Konstruktiv, Zürich, 2021. Courtesy: der Künstler. Foto: Peter Baracchi.

Kuratiert von Céline Matter

Inmitten eines allgegenwärtigen Misstrauens gegenüber der Wirklichkeit, wird das Feld der wahrnehmbaren Welt immer enger an die subjektive Erfahrung gebunden. Die in «Entangled Events» (dt. verstrickte Ereignisse) vereinten Werke junger, in der Schweiz aktiver Kunstschaffender widmen sich diesem Verhältnis, um anstelle der fortschreitenden Abspaltung, eine Annäherung zu versuchen. Die für die Ausstellung entstandenen Arbeiten rücken das Schwanken des Subjekts, das sich sowohl als Individuum wie auch als Teil einer Gesellschaft versteht, in den Vordergrund. In Form von Videos, Installationen und performativen Momenten wird den Zusammenhängen und Verstrickungen einzelner Ereignisse nachgespürt. Ereignisse, die sich in den Werken nicht zu festgeschriebenen Wahrheiten, sondern zu einem stetigen Prozess des Werdens zusammenfügen. Die Künstler*innen dokumentieren und inszenieren Phänomene und zeigen dabei auf, wie singuläre Momente Produkte kollektiver Beziehungen sind und sich zugleich jede Kollektivität durch singuläre Erscheinungsformen konstituiert. Dadurch wecken sie Aufmerksamkeit für eine gemeinsame Welt sowie ihre dynamische Konfiguration.

«Entangled Events» wird unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Stiftung Temperatio, Walter- und Ambrosina-Oertli-Stiftung und Kanton Genf.

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