Stefan Burger «Reizdarm streicheln – Die Ephemera-Sammlung Christoph Schifferli und das Archiv Georg A. Hermann als Durchlaufsysteme»

16. März – 12. Mai 2013

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Stefan Burger, Reizdarm Streicheln II (In collaboration with Christoph Schifferli and Archiv Georg A. Hermann), 2013

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Stefan Burger, Reizdarm Streicheln II (In collaboration with Christoph Schifferli and Archiv Georg A. Hermann), 2013

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

Eröffnung: Fr, 15. März 2013, 18 Uhr
Führungen: Di, 19. März 2013, 18.30 Uhr und So, 12. Mai 2013, 15 Uhr
Kunst über Mittag: Do, 18. April 2013, 12 Uhr


Mit den Ausstellungen von Irene Kopelman (*1974, Argentinien) und Stefan Burger (*1977, Deutschland) präsentiert die Kunst Halle Sankt Gallen zwei unterschiedliche künstlerische Positionen, die in einen Dialog miteinander treten. Beide Projekte versuchen sich im Unmöglichen: komplexe Systeme und Beziehungen visuell festzuhalten.

Stefan Burgers Projekt «Reizdarm streicheln – Die Ephemera-Sammlung Christoph Schifferli und das Archiv Georg A. Hermann als Durchlaufsysteme» im mittleren Ausstellungsraum der Kunst Halle Sankt Gallen ist ein Versuch der künstlerischen Darstellung eines wuchernden Systems: Der in Zürich lebende Künstler, der für seine Installationen, Fotografien und Fotocollagen zuweilen die ritualisierten Organisationsformen von Präsentations- und Herstellungsbedingungen der Kunst als Resonanzkörper nutzt, zeigt eine Fortsetzung und Weiterentwicklung der 2012 von Giovanni Carmine am Hard Hat in Genf kuratierten Ausstellung «Les éphémeras de Schifferli». Diese war ein Portrait der Ephemera-Sammlung des Zürchers Christoph Schifferli, die sich unter anderem auf Künstlerplakate, Ausstellungseinladungen und andere beiläufige Druckerzeugnisse des Kunstsystems konzentriert.

Für die Kunst Halle Sankt Gallen erweitert Burger das Projekt durch einen gelenkten Einblick in das Archiv des deutschen Fotografen Georg A. Hermann, dessen zentraler Bestandteil ein jahrzehntelang gewachsenes Fotoarchiv mit Bildern der Kunstwelt und ihren Akteuren ist. Das systematische Vorgehen der beiden Sammler einerseits und die mäandernde Menge an Material andererseits werden von Burger in einen vorübergehenden, installativen Zustand überführt.

Stefan Burger (*1977 Müllheim/Baden, D; lebt in Zürich) absolvierte den Diplomstudiengang Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Einzelausstellungen fanden u.a. in folgenden Institutionen und Galerien statt: Freymond-Guth Fine Arts, Zürich (2013); Hard Hat, Genf (2012); Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, D; Walcheturm Zürich (2011); Fotomuseum Winterthur, CH; Istituto Svizzero, Venedig; Laura Bartlett Gallery, London; Neuer Saarbrücker Kunstverein, D (2010); Kunstmuseum Stuttgart; Stiftung Binz39, Zürich; Sammlung Hauser & Wirth, Henau, CH (2009). Des Weiteren wurden seine Werke in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt, darunter: Aargauer Kunsthaus, Aarau, CH; Kunstmusem Luzern, CH; Kunsthalle Nürnberg, D; NRW Forum, Düsseldorf, D (2012); Kunsthalle Krems, AT; Kunsthaus Zürich; Cabaret Voltaire bei der 4. Moskau Biennale Zeitgenössischer Kunst; KUMU, Tallinn, Estland; ReMap3 Athens, Athen; Kunstbunker Nürnberg, D; Independent Art Fair, New York (2011); Kunsthaus Glarus, CH (2010).

Speziellen Dank an Crees Foundation, The Smithsonian Artist Research Fellowship (SARF), Naturalis Biodiversity Center und Albert Groot für die Unterstützung von Irene Kopelmans Projekt.

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