Sondergast an der
artgenève

29. Januar – 1. Februar 2015

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Ausstellungsansicht Kunst Halle Sankt Gallen als Sondergast an der artgenève mit Werken von Miriam Laura Leonardi, Jacky Poloni, Julia Znoj; Photo: Jules Spinatsch

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Ausstellungsansicht Kunst Halle Sankt Gallen als Sondergast an der artgenève mit Werken von Miriam Laura Leonardi, Jacky Poloni, Julia Znoj; Photo: Julia Znoj

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Ausstellungsansicht Kunst Halle Sankt Gallen als Sondergast an der artgenève mit Werken von Miriam Laura Leonardi, Jacky Poloni, Julia Znoj; Photo: Jules Spinatsch

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Ausstellungsansicht Kunst Halle Sankt Gallen als Sondergast an der artgenève mit Werken von Miriam Laura Leonardi, Jacky Poloni, Julia Znoj; Photo: Julia Znoj

Mit Beiträgen von Miriam Laura Leonardi, Jacky Poloni, Julia Znoj

 

Miriam Laura Leonardi (*1985 in Lörrach/ D, lebt und arbeitet in Zürich), Jacky Poloni (*1989 in Lugano/ CH, lebt und arbeitet in Zürich) und Julia Znoj (*1990 in Bern/ CH, lebt und arbeitet in Zürich) präsentieren an der artgenève eine Werklandschaft, die sowohl auf Vertrautes als auch Obskures verweist. In ihrer Kollaboration gehen die Künstlerinnen von einem gemeinsamen Interesse für Sprachstrukturen, Handlungen und Gesten aus, die als Geschichten im Körper eingeschrieben sind und den Erwartungen zuvorkommen. Diese verinnerlichten Bilder können herausgefordert werden, denn je mehr Freiraum das Erzählgerüst zulässt – hier dasjenige der Kunstobjekte – desto intensiver kann mit den Leerstellen gespielt werden. Die Verbindung von konkreten und abstrakten Elementen eröffnet ein Denkfeld mit Zwischenräumen, in denen tatsächliche und fiktive Szenarien verschmelzen und eine visuelle Transformation stattfindet.

 

Die Narration interpretieren die Künstlerinnen als Pfeil zwischen dem sehenden Auge und dem Gegenüber. Aus Büchern, Filmen und dem Alltag wird ein Vokabular angeeignet, das zu einem grossen Sammelsurium aus intentionalen und unbewussten Assoziationen wächst. Letztere interessieren die Künstlerinnen besonders. Sie möchten diese instinktiven oder losen Geschichtsfragmente fördern, die im Betrachtungsmoment entstehen. Die grauen Elemente auf dem Boden (Gold Standard, 2014) können solche unbestimmte Szenarien hervorrufen, wie auch Every time you shut the door the house disappears (2015) zu Gedankenflüssen veranlasst. Das Objekt nimmt schemenhaft die Form einer Drehtüre auf, ist somit zugleich Eingang, Ausgang und Durchgang für zirkulierende Gedanken.

Scotch (2014)spielt mit einer bekannten Silhouette und thematisiert die Differenz zwischen Erwartung und Zustand. Der Umriss wird als stabile, funktionale Leiter identifiziert, während die Materialität dieser Wahrnehmung widerspricht. Das Klebeband ist fragiler, unbeweglich und wirkt improvisiert. Bei Chimes (2014) und Stares (2015) steht die Verstreuung und Kombination von ähnlichen Objekten im Zentrum, die visuelle Narrationen hervorrufen.

 

Mit dieser gemeinsamen Ausstellung an der artgenève überdenken Leonardi, Poloni und Znoj kommune Assoziationen und setzen Komponenten der Realität neu zusammen. Die Objekte treten aus ungewohnten Perspektiven zutage und öffnen so Dimensionen, die vertraute und fremde Begegnungen ermöglichen. Damit untersuchen sie auch die Verschiebung von Beziehungen und Hierarchien unter Objekten und Subjekten.

 

Ausgestellte Werke:

 

Scotch, 2014

Isolierband

Dimensionen variabel

 

Every time you shut the door the house disappears, 2015

Rundstahl, Flachstahl

100 x 200 cm

 

Gold Standard, 2014

Trockenschaumstoff, Stahleisen, Bitumen

140 x 220 cm

 

Stares, 2014

HD-Video

2'43''


Chimes, 2014

Rundstahl, Flachstahl

Dimensionen variabel

 

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