Jill Magid
«The Proposal»

4. Juni – 21. August 2016

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Jill Magid, Tapete de Flores, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, Tapete de Flores, 2016 (Detail)

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

03_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, Tapete de Flores, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

04_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, Ausstellungsansicht, El Bebedero at Las Arboledas by Armando Salas Portugal, 2013; The Offering (Tapete de Flores), 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, El Bebedero at Las Arboledas by Armando Salas Portugal, 2013;

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, The Exhumation, 2016

 Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, The Exhumation, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

08_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, Ausstellungsansicht, The Family Vitrine, 2016; The Artist Vitrine, 2016;

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, Ausstellunsansicht, The Artist Vitrine, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, The Artist Vitrine, 2016 (Detail)

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

11_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Family Vitrine, 2016 

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

12_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Family Vitrine, 2016 (Detail)

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

13_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, Ausstellungsansicht, Barragán’s Corridor, 2016; The Archivist Vitrine, 2016; The Family Vitrine, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

14_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, Barragán’s Corridor, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

15_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Archivist Vitrine, 2016 

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

16_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Archivist Vitrine, 2016 

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

17_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Archivist Vitrine, 2016 (Detail)

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

18_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Proposal, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

19_Jill_Magid_2016_KunstHalle_SanktGallen

Jill Magid, The Proposal, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

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Jill Magid, The Proposal, 2016

Courtesy: die Künstlerin; LABOR, Mexico City; RaebervonStenglin, Zürich und Untilthen, Paris;

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Stefan Jaeggi

Eröffnung: Fr, 3. Juni 2016, 18 Uhr
Führung I/Einführung Lehrpersonen: Di, 7. Juni 2016, 18 Uhr
Kunst für 5- bis 100-Jährige: So, 19. Juni 2016, 14 Uhr
Kunst-Häppchen: Do, 30. Juni 2016, 12.30 Uhr
Malnachmittag: Mi, 6. Juli 2016, 14 Uhr
Kunst über Mittag: Do, 18. August 2016, 12 Uhr
Führung II: So, 21. August 2016, 15 Uhr

In ihrer künstlerischen Praxis, die zugleich visuell, textuell und performativ ist, baut Jill Magid innerhalb bürokratischer Strukturen intime Beziehungen auf, indem sie mit Autoritäten flirtet, diese verführt und unterwandert. Ihre Projekte erforschen scheinbar undurchdringbare Systeme, wie das New York City Police Department, den Niederländischen Geheimdienst, Überwachungssysteme und den Nachlass des Architekten Luis Barragán, und bringen diese Machtgefüge aus dem Gleichgewicht.
 

Magids Arbeiten nehmen häufig die Form elliptischer Liebesbriefe an, welche menschliche Qualitäten in Kontrollinstanzen wecken. Diese aufgeladenen Begegnungen basieren auf gegenseitigem Vertrauen, sind aber zugleich voller ethischer Komplikationen und sozialer Asymmetrien. Mit ihren Werken beleuchtet Magid die Komplexität, die potentielle Intimität und die Absurdität unserer Beziehungen zu Institutionen und Macht.

In ihrer Einzelausstellung «The Proposal» (dt.: der Antrag) in der Kunst Halle Sankt Gallen präsentiert Jill Magid einen Höhepunkt innerhalb ihres gross angelegten, multimedialen Projekts The Barragán Archives, welches das Vermächtnis des mexikanischen Architekten und Pritzker-Preis-Gewinners Luis Barragán (1902–1988) untersucht. Das langjährige Projekt stellt eindringliche, radikale und pragmatische Fragen über Formen der Macht, Urheberrechte und öffentliche Zugänglichkeit künstlerischer Vermächtnisse.

In seinem Testament legte Barragán fest, sein Archiv zu teilen. Die meisten seiner Bauwerke sowie das persönliche Archiv verbleiben in Mexiko in seinem Wohnhaus, der Casa Barragán, das nun ein Museum und UNESCO-Weltkulturerbe ist. Das berufliche Archiv wurde 1995 mitsamt der Namensrechte und den Rechten an seinem Werk sowie allen Fotografien seiner Bauwerke von Rolf Fehlbaum, dem Vorsitzenden der Schweizer Möbelfirma Vitra, erworben. Dieser schenkte es, so sagt man, wiederum seiner Verlobten, Federica Zanco; sie ist heute Direktorin der Barragan Foundation. Während der letzten zwanzig Jahre war das Archiv der Öffentlichkeit nicht zugänglich und unterhalb des Firmenhauptsitzes von Vitra untergebracht.
 

Seit der Lancierung 2013 umfasst Jill Magids Projekt The Barragán Archives aufwändige Installationen und Performances in Kunsträumen, Galerien und etablierten Museen. Magid nutzte jede dieser Ausstellungen als Gelegenheit, um die Erzählung voranzutreiben und die geltenden Parameter rechtlichen Urheberrechts des entsprechenden Landes in die Arbeit zu integrieren.
 

«The Proposal» stellt einen packenden und unerwarteten Moment in Magids langjähriger Auseinandersetzung mit Luis Barragán, der Barragan Foundation, Barragáns Nachkommen, der mexikanischen Regierung und dem unersetzbaren, kreativen Vermächtnis, das sie miteinander verbindet, dar. In Form der öffentlichen Ausstellung in der Kunst Halle präsentiert Jill Magid Federica Zanco einen Diamanten mit 2.02 Karat als Geschenk, der aus den kremierten Überresten von Barragáns Körper gemacht und in einen Ring gefasst wurde – im Austausch für die Rückgabe seines Archivs an Mexiko. Die Ausstellung ist zugleich ein poetischer Gegenvorschlag zu Fehlbaums Heiratsantrag an Zanco und eine radikale Unterbrechung einer jahrzehntelangen, festgefahrenen Verhandlung.
 

Magid erforscht Barragán als öffentliche und private Person. Gleichzeitig untersucht sie die singulären Interessen der vielen Rechtsträger – seien es Individuen, Staats- oder Unternehmensinstanzen, welche zu den Hütern der Archive geworden sind. Dadurch thematisiert sie komplexe Schnittstellen von Psychologie und Justiz, nationaler Identität und Rückführung, internationaler Eigentumsrechte und Urheberrechte, Autorschaft und Besitz sowie den menschlichen Körper und das künstlerische Werk.
 

«The Proposal» wurde vom San Francisco Art Institute in Auftrag gegeben und ist dort vom 9. September bis 15. Dezember 2016 zu sehen. Eine Publikation von Sternberg Press, dem San Francisco Art Institute, The Vera List Center for Art and Politics und The New School begleitet das Projekt. Im Herbst 2016 wird ein Dokumentarfilm (Regie: Jill Magid; Produzent: Jarred Alterman) auf TheIntercept.com als Teil eines Auftrags von Field of Vision erstmals ausgestrahlt.

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