Haroon Mirza
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21. April – 1. Juli 2012

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Haroon Mirza, Ausstellungsansicht, Digital Switchover, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

Eröffnung: Fr, 20. April, 18 Uhr
Öffentliche Führungen: Di, 24. April, 18 Uhr und So, 24. Juni, 15 Uhr
Kunst über Mittag: Do, 31. Mai, 12 Uhr

 

Mittels High-End-Stereoanlagen aus Gebrauchtwarenläden, farbigen LED-Lichterketten, Wasserschläuchen aus dem Baumarkt, Fragmenten von filmischen Dokumenten und Referenzen aus der Popkultur erschafft Haroon Mirza (*1977) Installationen, die musikalische Kompositionen im Raum erzeugen. Der englische Künstler pakistanischer Herkunft verwendet die verschiedenartigen Geräte und Materialien auf überraschende Art und Weise als Instrumente, lässt diese miteinander interagieren und erzeugt damit elektrostatische Geräusche. Die entstehenden Klangwelten bewegen sich zwischen analoger Bastelei und elektronischer Musik und vereinen Rhythmus mit einer Prise Humor. Gerne integriert er in seine Projekte künstlerische Zitate und arbeitet gleichzeitig an einer Neudefinition des Begriffs der Skulptur. Besonders intensiv beschäftigt sich der Künstler mit dem Verhältnis zwischen Objekt und Ausstellungsraum und bezieht sich dabei offensichtlich auf die Strategien der Minimal Art. Mirza – der 2011 an der Kunstbiennale Venedig mit dem Silbernen Löwen für die beste Arbeit eines Nachwuchskünstlers ausgezeichnet wurde – realisiert für die Kunst Halle Sankt Gallen eine raumspezifische Installation und präsentiert mit dieser Schweizer Premiere gleichzeitig seine bisher grösste Einzelausstellung.

 

/|/|/|/| /|/|/ ist kein Tippfehler, sondern der Titel für ein Projekt, das Teil einer Serie von Werken ist, mit denen Mirza die Idee von Ortsspezifität erkundet. In verschiedenen Institutionen nutzt er architektonische Eigenschaften von Ausstellungsräumen, um sie zu exponieren (z.B. Schattenfugen oder Säulen). Dies geschieht auf sparsame und effiziente Art und Weise, indem er durch eine kleinstmögliche Intervention im jeweiligen Raum einen grösstmöglichen Effekt zu erzielen versucht. Den Auftakt machte Mirza mit der Schau ^^^^ ^  im Museum of Art der Universität Michigan, die im März eröffnet wurde. Im Anschluss an die Ausstellung in der Kunst Halle Sankt Gallen wird er die dreiteilige Serie im Mai 2012 in der Ernst Schering Stiftung in Berlin mit
--{}{}{} {}--{}{}{}{}--{}  abschliessen. Die kryptischen Titel sind typographische Darstellungen verschiedener Wellenformen. In Form von Codes repräsentieren sie zusammenfassend Ton und Form, welche der Künstler in den Ausstellungsräumen realisiert.

 

Auch in der Kunst Halle nimmt Mirza direkt Bezug auf den Raum und reagiert auf dessen einzigartige Besonderheiten. Er reduziert die Installation auf ihre wesentlichen, physischen Bestandteile und präsentiert LED-Bänder in ihrer grundlegendsten Form und ohne jegliche Stützkonstruktionen (wie die häufig von ihm verwendeten Möbelstücke). Der Künstler erschafft mittels dieser Lichterketten in den Grundfarben Rot, Grün und Blau, die im ersten und letzten Raum zwischen den Säulen und Wänden aufgespannt sind, drei minimalistische Skulpturen. Die Geräusche, welche die Leuchten beim An- und Ausgehen generieren, werden um ein Vielfaches verstärkt in den mittleren Ausstellungsraum transportiert, wo sie als rhythmische Komposition zu hören sein werden. Mirza verwandelt die Kunst Halle auf diese Weise in ein Musikinstrument, in einen vibrierenden Klangkörper. 

 

 

Biografische Angaben:

 

Haroon Mirza (*1977, London) studierte an der Winchester School of Art (Fine Art Painting) und der School of the Art Institute of Chicago (Painting & Drawing) sowie im Anschluss Bildende Kunst am Chelsea College of Art & Design und Critical Practice and Theory am Goldsmiths College. Einzelausstellungen fanden bisher in folgenden Institutionen und Galerien statt: University of Michigan Museum of Art, Ann Arbor (USA); Spike Island, Bristol (2012); The Camden Arts Centre, London;  Lisson Gallery, London (2011); Mother's Tankstation, Dublin; Vivid, Birmingham (2010); A-Foundation, Liverpool (2009). Des Weiteren war er an zahlreichen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter: Nam June Paik Art Centre, Korea; Institut für Musik und Akustik, Karlsruhe (DE) (2012); Performa 11, New York; Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg; The British Art Show 7, Nottingham; Hayward Gallery, London, Glasgow, Plymouth; ILLUMInations, 54. Biennale, Venedig; S1 Artspace, Sheffield (2011); Nottingham Contemporary; Art Sheffield; Highlane’s Gallery & Droichead Arts Centre, Irland; SMART Project Space, Amsterdam; Sierra Metro, Edinburgh; 11th Istanbul Biennale (Sheffield-Pavillon); Contemporary Art Manchester; Salford Restoration Office; Backlit, Nottingham; Mains d‘Œuvres, Paris; ROKEBY, London (2009); James Taylor Gallery, London; Liverpool Biennial, London; Cell Project Space, London; Generator Projects, Dundee (UK) (2008); Dreizehnzwei, Wien; Galerie West, Den Haag; Late at Tate, Tate Britain, London; SooPlex, Nashville (US); Grey Area, Brighton; South Hill Park, Bracknell; Rekord, Oslo (2007).

Video der Ausstellung ansehen

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