Frank und
Patrik Riklin
«Das kleinste 
Gipfeltreffen der Welt»

13. November 2004 – 16. Januar 2005

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Frank und Patrik Riklin «Das kleinste Gipfeltreffen der Welt», Ausstellungsansicht, 2004. Photo: Kunst Halle Sankt Gallen

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Frank und Patrik Riklin «Das kleinste Gipfeltreffen der Welt», Ausstellungsansicht, 2004. Photo: Kunst Halle Sankt Gallen

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Frank und Patrik Riklin «Das kleinste Gipfeltreffen der Welt», Ausstellungsansicht (detail), 2004. Photo: Kunst Halle Sankt Gallen

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Frank und Patrik Riklin «Das kleinste Gipfeltreffen der Welt», Ausstellungsansicht (detail), 2004. Photo: Kunst Halle Sankt Gallen

Als «Atelier für Sonderaufgaben» arbeiten die St. Galler Künstler Frank und Patrik Riklin (*1973) seit 1999 zusammen. Die Arbeit des Ateliers umfasst sowohl Hilfeleistungen bei Alltagsproblemen als auch künstlerische Produktionen. Ihr Leitmotiv ist der Alltag. In der Schweiz und ihren Nachbarländern Frankreich, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Italien besuchte das «Atelier für Sonderaufgaben» die sechs kleinsten politisch autonomen Gemeinden. In den Dörfern Ornes (F), Morterone (I), Reussenköge (D), Gramais (A), Planken (FL) und Corippo (CH) wurden in Zusammenarbeit mit den Protagonisten einzelne Szenen inszeniert sowie auch Vorgefundenes dokumentiert. Gegen Ende des Besuches übergaben Frank und Patrik Riklin den Dorfpräsidenten die Einladung zum Gipfeltreffen der kleinsten Gemeinden Europas auf dem Kamor (St. Gallen/Appenzell).

 

Eine Videoinstallation erzählt in essayistischer Form, wie aus der Initiative des Ateliers für Sonderaufgaben das kleinste Gipfeltreffen der Welt entstand. Das Treffen selbst entzieht sich unserer Betrachtung und bleibt Gegenstand einer Fiktion. Frank und Patrik Riklin benutzen damit allseits bekannte Zeichen der Organisation und Mediatisierung von internationalen Gipfeltreffen, um diese im Kontext der menschlichen Begegnung politischer Repräsentanten auf ihre Weise umzudeuten.

 

Nicht ein historisches Ereignis ist hier der Anlass für das Zusammentreffen der sechs Politiker, sondern allein die Initiative der Künstler. Es geht nicht um Sachprobleme und Machtfragen, sondern vielmehr um eine Atmosphäre menschlicher Begegnungen. Im Verlauf des Projekts können aus formellen Begegnungen wirkliche Gemeinschaften entstehen. Die Künstler selbst bezeichnen das soziale Gefüge ihrer Arbeit als «unübliche Gemeinschaften».

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Ostschweizer Kunstschaffen und Nestlé Foundation pour l`Art.

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