Studio for Propositional Cinema
«SCENOGRAPHY: Redundant as eyelids in absence of light.»

30. Juni – 16. September 2018

Studio for Propositional Cinema, Ausstellungsansicht Tanya Leighton, Berlin, «ALTERATIONS IN DAYLIGHT:
HYPOTHETICAL GESTURES: INDISTINCT SHADOWS:», 2016
Courtesy: Studio for Propositional Cinema und Tanya Leighton, Berlin

Studio for Propositional Cinema, Ausstellungsansicht Kestnergesellschaft, Hannover, «in relation to a Spectator:», 2017
Courtesy: Studio for Propositional Cinema und Tanya Leighton, Berlin

Studio for Propositional Cinema, Ausstellungsansicht Kestnergesellschaft, Hannover, «in relation to a Spectator:», 2017
Courtesy: Studio for Propositional Cinema und Tanya Leighton, Berlin

Studio for Propositional Cinema, Ausstellungsansicht Bonner Kunstverein, «Scenes at an Inauguration», 2016
Courtesy: Studio for Propositional Cinema und Bonner Kunstverein
Photo: Simon Vogel

Studio for Propositional Cinema & Gaylen Gerber, Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz, «Exhibition», 2016
Courtesy: Studio for Propositional Cinema und Tanya Leighton, Berlin

Eröffnung: Fr, 29. Juni, 18 Uhr
Führung I / Einführung für Lehrpersonen: Di, 3. Juli, 18 Uhr
Kunst über Mittag: Do, 23. August, 12 Uhr
Museumsnacht: Sa, 8. September, 18 Uhr
Malnachmittag: Mi, 12. September, 14 Uhr
Kunst-Häppchen: Do, 13. September, 12.30 Uhr
Führung II: So, 16. September, 15 Uhr

Studio for Propositional Cinema hat in den letzten Jahren aufgrund seiner konzeptionellen Schärfe und innovativen Ausstellungsformate viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Seine Arbeit bezieht sich auf die Tradition der Konzeptkunst, und setzt sich direkt mit der Verwendung von Sprache als Mittel für Kreation, Interpretation und Vermittlung auseinander. Diese Praxis manifestiert sich im Ausstellungsraum häufig als Text-Installationen, aber auch in Form von performativen Momenten.

Studio for Propositional Cinema wird in der Kunst Halle Sankt Gallen neue ortsspezifische, installative Werke ausstellen, die vom Libretto für ihre Oper Redundant as eyelids in absence of light in eine skulpturale Form übersetzt worden sind. Die Arbeit von Studio for Propositional Cinema versucht häufig, die formalen und zeitlichen Bedingungen gegebener kultureller Formate (Ausstellungen, Bücher, Kino, Theater und nun Oper) jenseits traditioneller konsumierbarer Formen auszuweiten, so dass sie sich in Fragmenten und Wiederholungen über geographische Entfernungen und längere Zeitperioden hinweg entfalten. Verwoben mit diesen Taktiken sind die Stimmen und Materialien des Ausstellungsformats selbst: Ausstellungsgestaltung und –architektur, didaktische Vermittlung, Publikation und Design, sowie die Stimmen und Realitäten der einladenden Institutionen.

In der Kunst Halle Sankt Gallen “performen” das Ausstellungsformat und der Betrachtende die Oper gemeinsam; der choreographierte Besucherfluss artikuliert und aktiviert den Text, während das Libretto mithilfe der Architektur “singt”. So entfaltet sich ein dystopisches Narrativ einer Welt, in der Kommunikationsformen verkümmert und beinahe in Vergessenheit geraten sind, und welche bewohnt ist von einigen Charakteren, die verzweifelt versuchen, die Verhältnisse umzukehren, denen sie durch die Geschichte ausgeliefert sind. «SCENOGRAPHY: Redundant as eyelids in absence of light» versteht die Ausstellung als diskursive Form, die das Monologische überwinden kann und muss, um sich einer Kultur zu widersetzen, die auf die permanente Auslöschung des Anderen ausgerichtet ist.

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